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Pesaro: Kulturhauptstadt 2024 und die Veranstaltung „Der wandernde Wald“

Im Herzen Italiens, zwischen den sanften Hügeln an der Adriaküste, liegt Pesaro, eine Stadt voller Geschichte, Kunst und Kultur. Doch das Jahr 2024 brachte eine besondere Atmosphäre mit sich und machte Pesaro zur Italienischen Kulturhauptstadt. Und in diesem Rahmen kultureller Feierlichkeiten regt ein einzigartiges Ereignis die Fantasie von Einwohnern und Besuchern an: „Der wandernde Wald“.

So beginnt die Reise von einhundert Bäumen und Sträuchern, die in acht Etappen die wichtigsten Orte Pesaros durchqueren und dabei nicht nur die Schönheit der Natur, sondern auch eine Botschaft der Regeneration und Nachhaltigkeit mit sich tragen. Maulbeerbäume, Platanen und Robinien, alle in Hanftöpfen, werden zu den Hauptdarstellern einer Installation, die die Straßen des Zentrums in einen echten lebendigen Wald verwandelt und die enge Verbindung zwischen Mensch und Umwelt sichtbar macht.

Der Start erfolgt am Viale della Liberazione mit einer Zeremonie voller Emotion und Hoffnung für die Zukunft. Die Schülerinnen und Schüler des Liceo Mamiani und des Istituto Alberghiero widmen sich gemeinsam mit den Freiwilligen von Pesaro 2024 dem Transport der Pflanzen und bündeln ihre Kräfte, um den Erfolg dieses ökologischen Abenteuers zu gewährleisten. Entlang der Strecke beleben Musik- und Kunstveranstaltungen die Straßen und schaffen eine festliche, mitreißende Atmosphäre, die alle zur Teilnahme einlädt.

Die Etappen des wandernden Waldes

In den ersten beiden Wochen ist der Wald auf der Piazza del Popolo zu Gast, wo die Bäume zum Mittelpunkt von Begegnungen, Diskussionen und Momenten des Austauschs über die Bedeutung der Natur in unserem täglichen Leben werden. Die Einwohner Pesaros und die Besucher sind eingeladen, die Schönheit der Bäume zu betrachten, über ihre symbolische Bedeutung nachzudenken und sich aktiv am Prozess des Umweltschutzes zu beteiligen.

 

Doch die Reise endet hier nicht. Durch verwinkelte Straßen und einladende Gassen setzt der Wald seinen Weg zum endgültigen Ziel fort: dem Gelände des Istituto Alberghiero Santa Marta. Hier, zwischen historischen Gebäuden und gepflegten Gärten, finden die Bäume ihren endgültigen Standort und hinterlassen im Gedächtnis Pesaros und seiner Einwohner eine unauslöschliche Spur.

 

„Der wandernde Wald“ ist nicht nur eine Kunstveranstaltung, sondern eine Absichtserklärung für eine grünere und nachhaltigere Zukunft. Pesaro bestätigt sich mit seiner Ernennung zur Italienischen Kulturhauptstadt als Leuchtturm für Innovation und Kreativität, als Ort, an dem Kunst, Geschichte und Natur harmonisch verschmelzen, um zu inspirieren und zu überraschen. Und während die letzten Sonnenstrahlen den Himmel orange färben, empfängt Pesaro seinen Wald mit Stolz, im Bewusstsein, dass jeder Schritt in Richtung Nachhaltigkeit auch ein Schritt in eine bessere Zukunft für alle ist.

Im folgenden Video können Sie die Worte von Olga Moskvina hören:

Was kann man in Pesaro, der Kulturhauptstadt, besichtigen?

Pesaro bietet eine große Auswahl an kulturellen Sehenswürdigkeiten, darunter die Archäologische Stätte Via dell’Abbondanza, die Bibliothek San Giovanni, Casa Rossini, das Centro Arti Visive Pescheria, den Conventino dei Serviti di Maria Monteciccardo, das Museo Nazionale Rossini, das Museo Officine Benelli und den Palazzo Mosca – Musei Civici. Jeder dieser Orte erzählt einen Teil der reichen Geschichte und des kulturellen Erbes von Pesaro.

Warum wurde Pesaro zur Kulturhauptstadt 2024 gewählt?

Die Wahl Pesaros zur Kulturhauptstadt 2024 ist eine Anerkennung des bedeutenden kulturellen Erbes der Stadt und bietet die Gelegenheit, ihre Vielfalt und ihren kulturellen Reichtum zu präsentieren.

Wer hat die Hanftöpfe hergestellt?

Die Hanftöpfe wurden von Tecnocanapa by Senini hergestellt, einem Unternehmen aus Brescia, das auf nachhaltiges Bauen spezialisiert ist und Hanf als Hauptmaterial für seine Konstruktionen und Mauersteine gewählt hat.

Tecnocanapa Bioedilizia by Senini ist ein Unternehmen mit dem Ziel, nachhaltige Innovation in die Baubranche zu bringen und die Entwicklung unseres Landes zu fördern. Das Unternehmen konzentriert sich auf nachhaltiges Bauen, natürliche Baustoffe und Technologien zur Energieeffizienz. Wir bei Tecnocanapa sind uns bewusst, dass Energieeinsparung und die Wohngesundheit von Innenräumen für die Lebensqualität und den langfristigen Werterhalt von Immobilien grundlegend geworden sind.

Wir setzen uns dafür ein, den Energieverbrauch neuer und bestehender Gebäude zu reduzieren und den Wohnkomfort ihrer Nutzer zu verbessern. Wir verwenden natürliche Bau- und Dämmsysteme wie Bio Beton® und Blocco Ambiente®, die überwiegend aus Hanf und Kalk bestehen.

Wir sind außerdem aktive Mitglieder von Organisationen, die unsere Mission teilen, das soziale, ökologische und wirtschaftliche System zu regenerieren. Hervorzuheben ist, dass Tecnocanapa aktiv zur Veranstaltung „Der wandernde Wald“ in Pesaro beigetragen hat, indem das Unternehmen die Hanftöpfe für die wandernden Bäume hergestellt hat.

Welche Akteure waren an der Organisation der Veranstaltung „Der wandernde Wald“ beteiligt?

Das Projekt wurde von Michele Gambini, Mitglied des Gemeinderats, koordiniert und operativ Aspes als ausführender Stelle; Olga Moskvina, Landschaftsarchitektin, betreute Planung und Logistik, während Sergio Paladino für die künstlerischen und informativen Veranstaltungen zuständig war. Die Unterstützung des Zivilschutzes und des 28. Regiments „Pavia“ war für den Erfolg der Veranstaltung von grundlegender Bedeutung.

Welche Geschichte steht hinter dem Projekt „Der wandernde Wald“?

Das Projekt entstand im Oktober 2023 aus partizipativen Treffen, bei denen die Notwendigkeit einer regenerativen und nachhaltigen Transformation deutlich wurde. Die Idee, das Istituto Alberghiero Santa Marta einzubeziehen, wurde von den lokalen Behörden positiv aufgenommen. Das Projekt soll Bäume in städtische Räume bringen, um diese neu zu gestalten und ökologische Nachhaltigkeit zu fördern.

Welche Ziele verfolgt das Projekt „Der wandernde Wald“?

Das Hauptziel besteht darin, städtische Räume durch die Präsenz von Bäumen zu verändern, einen visuellen Überraschungseffekt zu erzeugen und ökologische Nachhaltigkeit zu fördern. Das Projekt möchte außerdem die lokale Gemeinschaft aktiv einbeziehen und einen positiven, dauerhaften Eindruck in der Stadt hinterlassen.

 

Die Absicht besteht darin, Bäume in städtische Bereiche zu bringen, in denen Vegetation ungewöhnlich ist, und so einen überraschenden visuellen Effekt zu erzeugen. Diese Idee wurde im Rahmen eines partizipativen Prozesses entwickelt, der eine bedeutende und dauerhafte Veränderung der Stadt anstrebt: Die 100 Pflanzen, die an diesem Samstag ihre Reise beginnen, werden schließlich auf dem Gelände rund um das Istituto Santa Marta gepflanzt und verwandeln einen derzeit kahlen Bereich in einen Wald mit Grünzonen, die auch den Unterrichtsräumen zugutekommen.

 

Das Hauptziel ist, erhebliche Ressourcen zu investieren, um einen Raum aufzuwerten, der nicht den Qualitätsstandards entspricht, die einer Schule gewährleistet werden sollten, und dabei zugleich die ökologische Transformation und Nachhaltigkeit zu fördern. In den fünf Monaten vor ihrer Ankunft am Santa Marta wird der Wald in verschiedenen Teilen der Stadt zu sehen sein, da die 100 Pflanzen regelmäßig in städtische Bereiche mit wenig Vegetation versetzt werden. Es handelt sich um eine äußerst komplexe logistische Maßnahme, für die es in Italien und weltweit nur wenige vergleichbare Beispiele gibt.

Der Sicherheit der Pflanzen wird große Aufmerksamkeit gewidmet; dafür kommen Töpfe zum Einsatz, die sie vor plötzlichen Temperatur- und Feuchtigkeitsschwankungen schützen sollen.

 

Das gesamte Projekt wurde jedoch so konzipiert, dass der Schutz der Pflanzen gewährleistet und die Abfallmenge am Ende der Veranstaltung auf ein Minimum reduziert wird, um damit die ökologische Nachhaltigkeit sicherzustellen.

 

Zu diesem Zweck bestehen die Töpfe aus Platten aus Naturhanf und ungebrannter Erde, Materialien, die später auch bei der Gestaltung des Geländes von Santa Marta eingesetzt werden und in den Boden eingebracht werden können, sodass sie kompostiert werden.

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